Uebung Nr. 4 vom 15.08.2011:

Weiter, nur weiter ... Atemschutzübung ‹Surprise›

Ich weiss nicht, wie viele Stufen es waren, denn ich habe sie nicht gezählt. Nur, dass es 137,4 Meter waren, als wir oben ankamen. Ja, es war eine harte Tour, aber sie hat sich gelohnt. Nicht nur, dass wir hinterher wussten, was wir geleistet hatten; auch der atemberaubende Ausblick über Basel, die Nordwestschweiz, das angrenzende Deutschland und das ferne Frankreich war die Sache wert. Wo wir waren? Ganz oben natürlich! Kein freistehendes Gebäude in der Schweiz ist höher als der Fernsehturm St. Chrischona auf einer kleinen Insel eidgenössischen Bodens bei Riehen.

Bis zuletzt wurde geheim gehalten, um welche Location es an diesem Abend gehen würde. Als das Geheimnis dann gelüftet wurde, schwankten wir zwischen Begeisterung und Entsetzen. Was, DA hoch? Nein, bitte nicht, oder doch, aber ... Am Turm angekommen reckten wir die Hälse und sahen diese imposante Betonsäule hoch, die im Abendhimmel verschwand. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und jede Gruppe startete im Abstand von 5 Minuten. Um es vorweg zu nehmen: Keine Gruppe hat eine andere eingeholt, auch wenn einige im Verlauf der Aktion doch sehr zu kämpfen hatten ...

Die Atemschutzgeräte wurden aufgesetzt, die Montur dicht gemacht, Handschuhe angezogen und als das Zeichen kam, ging es los. Einen Schritt vor den anderen, immer im Kreis, höher und höher. Langsam zogen die Stockwerke vorbei, einen ersten Halt gab es bei Nr. 18. Dort, im 30. Stock und im 46. gab es Posten, an denen wir einerseits etwas verschnaufen konnten, andererseits Geschicklichkeits- und Denkaufgaben erledigen mussten. Während die einen dort neue Kraft schöpften, waren andere nach der Pause kaum noch zum Weitersteigen zu bewegen.

Aber für die allermeisten ging es weiter und irgendwann waren wir oben angekommen. Endlich durften wir die Sachen ausziehen, eine letzte Aufgabe lösen und dann mit dem Lift die 46 Stockwerke hinunter sausen. Nach einer kurzen Pause ging es (wieder mit dem Lift) erneut hinauf, diesmal gar in den 47. Stock. Dort klang die Übung mit einer Stärkung und dem Blick auf einen grandiosen Sonnenuntergang mit Gewitterstimmung aus.

Fazit: Toll war’s! Und die Begeisterung über den Turm und seine Aussichtsplattform war teilweise so gross, dass, so habe ich gehört, sie schon von einem Kameraden für seine Geburtstagsfeier angemietet wurde ...

Axel Mannigel

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